Reisebericht Portugal 2002   Kontakt / Impressum
Vorwort und nützliche Informationen

Allgemein

Leider konnte Susan diesmal nicht mitfahren, da Ihre Firma eine pauschale Urlaubssperre im 4. Quartal 2002 ausrief. Nicht einmal eine Woche für einen Kurztrip nach Portugal gab es. Dem Aktienkurs der Firma half es trotzdem nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Tatsache war aber auch, daß mit jedem Kilometer südwärts die Reise immer mehr Spaß bereitete. Die angenehme Sitzposition, der lange Radstand und die hervorragende Federung des Berlingo machen auch lange Tagesfahrten zum Komfort-Erlebnis.
In gut 12 Stunden war ich bereits an der spanischen Grenze bei Perpignan (1400-1500 km), und wäre am liebsten noch die ganze Nacht durch gefahren. Allerdings schläft man bei spanischen Temperaturen tagsüber nicht so gut im Auto.


Klima

Ende Oktober bis Mitte November gehört zu den besten Reisezeiten für die iberische Halbinsel. Das Meer ist noch vom Sommer her aufgewärmt (angenehme 20-23 Grad), die Sonne sticht nicht so, daß man ständig Angst vor Sonnenbrand haben muß, und die Nächte sind mit 15-20 Grad Tiefsttemperatur noch so mild, daß man abends noch gerne unterm Sternenhimmel sitzt. Die Tageshöchstwerte liegen bei 20-28 Grad.
Bei der Urlaubsplanung sollte man unbedingt den für diese Region typischen Wintereinbruch berücksichtigen, der übergangslos und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit jederzeit ab Mitte November einsetzen kann. Er kündigt sich mit hochsommerlichen Temperaturen an (tags 30, nachts >20 Grad), bevor die Kaltfront mit sintflutartigen Regenfällen und Temperatursturz für Tageshöchstwerte von nur noch knapp über 10 Grad sorgen. Mitte November ist also der ideale Zeitpunkt für die Rückreise, zumindest wenn man mit Zelt oder Mini-Wohnmobil unterwegs ist.


Autofahren

Die herrlichen Landschaften von Portugal und Südspanien, die leeren Autobahnen, und die günstigen Benzinpreise (günstigste Tankstelle ca. 100 km südwestlich von Valencia, Diesel 0,65 Cent) sorgten dafür, daß ich in den 4 Wochen 9.500 km zurücklegte. Die Mautgebühren habe ich zwar nicht genau nachgerechnet, aber ganz grob sollte man in Spanien mit 5 Cent je km rechnen. Hinzu kommt, daß Autobahnen in Südspanien meist gebührenfrei sind, da sie von der EU finanziert wurden.
Tipp: Ab Valencia nicht die teure Küstenautobahn fahren, sondern gebührenfrei Richtung Albacete, und später die Richtung Alicante bzw. Murcia und Almeria einschlagen.
Frankreich ist natürlich teurer, Im Schnitt waren es wohl mindestens 8 Cent pro km. Eine der teuersten Autobahnen ist die Strecke von Lyon nach Genf, die ich ausnahmsweise mal wieder gefahren bin. Die 100km-Abkürzung lohnt auch zeitlich nicht. Beste Strecke ist nach wie vor München - Stuttgart - Freiburg - Mulhouse - Besancon - Bourg en Bresse - Lyon.


Packen

Mit der dicken (und sehr bequemen) Futonmatratze sieht der Berlingo voller aus, als er wirklich ist. Natürlich wird für die große Reise die hintere Sitzbank ausgebaut und durch ein U-förmiges Holz-Konstrukt ersetzt, damit Reisebibliothek, 50 Liter Wasser, Kochgeschirr und (viel zu viel) Kleidung reinpassen.

Der riesige Futon erfordert Vorausdenken: Das darunter (wie ein nach vorne gerichtetes Z) liegende 3-teilige Campingbett läßt sich nämlich nur ausklappen, wenn man den Futon vorher irgendwo ablegt, womöglich bei Regen auf einem schmutteligen Rastplatz. Geht natürlich nicht, also wird das Bett bereits zu Fahrtbeginn halb ausgeklappt: Das Mittelteil waagerecht über das Gepäck zwischen den Schiebetüren, das Kopfteil senkrecht nach unten geklappt. Die zusätzlichen Vorteile: Die Aufbauzeit für das Bett verkürzt sich deutlich, und das Gepäck im Mittelteil ist gesichert gegen Vollbremsungen.

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